Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA
Gründung im Jahre 1634 mit Sitz in München.

Die Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA ist eine Brauerei in München.
Der Name der Brauerei bezieht sich auf den Paulanerorden, der von Franz von Paola gegründet wurde, dessen Abbild heute das Paulaner-Logo ziert, und der in München an der Neuhauser Straße ansässig war. Die Mönche des Paulanerordens brauten seit dem Jahr 1634 ihr Bier für den Eigenbedarf. Das Paulanerbier, das an den Festtagen des Ordensgründers auch öffentlich ausgeschenkt werden durfte, war ein Bockbier, das bald lokale Berühmtheit erlangte.

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Halbe um 1960

Das Rezept dieses Starkbiers soll auf den Braumeister Valentin Stephan Still zurückgehen, der 1774 als „Bruder Barnabas“ vom Paulanerkloster Amberg nach München wechselte. Nach diesem ist auch die Figur des heutigen Nockherberg-„Predigers“ (s. u.) benannt. Nach der Aufhebung des Paulanerklosters Neudeck im Jahr 1799 wurden die Klostergebäude, heute im Münchner Stadtteil Au gelegen, in ein Zuchthaus (bis 2009 Justizvollzugsanstalt Neudeck) umgewandelt. 1813 erwarb der Braumeister Franz Xaver Zacherl die ehemalige Brauerei des Klosters und führte die Bockbiertradition fortan unter dem Namen Salvator weiter.

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Spätes Art Deco Glas, 0,5 Liter geeicht, aus den 1950 er Jahren.

1861 wurde der Salvatorkeller auf dem unweit der Brauerei gelegenen Nockherberg eröffnet. Im Jahr 1896 erfolgte am 8. März die Eintragung des Warenzeichens „SALVATOR“ in die Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamts in Berlin.

Paulaner
Ehemalige Betriebsstätte in der Falkenstraße 11

Diesem Schritt gingen jahrelange Querelen und Mißbräuche des Warenzeichens voraus, denn jahrelang wurde von zahlreichen anderen Brauereien vergeblich versucht das Bier zu imitieren. Als gesetzlich geschütztes Warenzeichen wurde die Anerkennung aber erst mit Beschluss vom 20. Juni 1899 des Kaiserlichen Patentamts Berlin endgültig,In diesem Zuge erfolgte die Umbenennung von „Gebrüder Schmederer Aktienbrauerei“ in „Paulaner-Salvator-Brauerei“. 1849 wurde nach dem Tod Zacherls die Brauerei durch seinen Neffen Ludwig Schmederer sowie Heinrich Schmederer übernommen,1928 erfolgte die Fusion mit der Gebrüder Thomas Bierbrauerei in München zum Paulaner Salvator Thomas Bräu. 1990 übernahm man den Sixenbräu in Nördlingen,1994 erfolgte die Umwandlung in die Paulaner Brauerei AG, die schon 1999 wieder zur Paulaner GmbH und Co. KG umgewandelt wurde.

Paulaner neu
2014 wurde in Langwied der Grundstein gelegt, seit 2016 wird nur noch hier gebraut

Nachdem die Brauerei die Kapazitätsgrenze in der Regerstraße 28 erreichte, wurde 2014 im Stadtteil Langwied der Grundstein für den Brauereineubau gelegt, Seit Februar 2016 wird das Bier komplett in Langwied produziert. Verschmelzung mit der BHI. Am 4. Juli 2017 wurde die bisherige Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG mit der Brau Holding International GmbH & Co. KGaA verschmolzen. Die Paulaner Brauerei war zuvor je zur Hälfte im Besitz der Brauholding International und der Schörghuber Unternehmensgruppe.

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1 Liter Steinkrug aus den 1940 er Jahren

Zur Paulaner Brauereigruppe gehören zu 100 % Paulaner, Hacker-Pschorr, Auerbräu, Weißbierbrauerei Hopf, Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, Privatbrauerei Hoepfner, Privat-Brauerei Schmucker, sowie 63 % der Kulmbacher Brauerei. Die Gruppe befindet sich zu 70 % im Eigentum der Schörghuber Unternehmensgruppe und zu 30 % niederländische Heineken International B.V.

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1 Liter Steinkrug, neuzeitlich
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1 Liter Steinkrug aus den 1940 er Jahren. Das Gebäude am Kapuzinerplatz 5 ist der ehemalige Ausschank der Bierbrauerei Thomasbräu und seit jeher ein Münchner Wirtshaus. Auf dem Gelände dahinter befand sich die Brauerei der Gebrüder Thomass. Dort brauten sie eines der ersten Münchner Hellbiere. 1928 fusionierte Thomasbräu mit der Paulaner Brauerei. Der Name Thomasbräu verschwand durch die Umfirmierung 1994 endgültig. 1989 zieht das erste Paulaner Bräuhaus im Kapuzinerplatz 5 ein und eine weltweite Erfolgsgeschichte beginnt.
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Neuzeitlicher 0,5 Liter Steinkrug