Kitzmann Bräu ist eine in Erlangen ansässige Brauerei. Die Privatbrauerei ist eine mittelständische Kommanditgesellschaft, die ihre Produkte überwiegend regional im Großraum Erlangen vermarktet. Die Firmenleitung wurde 2004 nach Herzogenaurach-Niederndorf verlegt.

Im Jahr 1733 wurde zum ersten Mal Thomas Kitzmann urkundlich als Brauer zu Unternesselbach genannt; seit diesem Jahr betreibt die Familie Kitzmann ohne Unterbrechung eine Brauerei. 1833 kaufte Johann Lorenz Kitzmann (geb. 15. April 1804) eine Brauerei an der südlichen Stadtmauer in Erlangen aus einer Konkursmasse, wo sich bis heute die Brauerei Kitzmann befindet.

Die Brauerei in Erlangen wurde 1712 von Leonhardt Weynand Buirette von Oehlefeld und Christoph Bever gegründet. Buirette von Oehlefeld war der Cousin des preußischen geheimen Kriegsrats Isaac Buirette von Oehlefeld, der 1690 die später als „Erlanger Reifbräu“ firmierende Brauerei gründete.

Kitzmann Brauschäncke
Die Privatbrauerei Kitzmann und zugleich einzige Brauerei Erlangens heut zu Tage.

1724 erwarb Georg Vierzigmann die Brauerei. 1797 verkauften die Vierzigmanns sie wieder, um ihre Schulden abzutragen. Danach gab es bis 1833 „Konkurse und Besitzerwechsel“.

Nach Johann Lorenz Kitzmann führte dessen Sohn Johann Peter Kitzmann (1837–1888) die Brauerei, danach dessen Witwe Marie (gen. „Kitzmänni“), bis schließlich deren Sohn August Kitzmann (1883–1967) die Leitung des Unternehmens übernahm. Danach leitete Karl Kitzmann das Unternehmen. Heute ist Peter Kitzmann Inhaber der Brauerei.

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1 Liter fein glasiert um 1980

Zu Beginn der 1950er Jahre erlebte Kitzmann einen Aufschwung, der bis heute anhält. Während damals 6.000 Hektoliter Bier im Jahr gebraut wurden, waren es im Jahre 2005 über 100.000 Hektoliter und 2008 sogar 110.000 Hektoliter. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit rund 60 Mitarbeiter.

Im Juli 2004 wurde in den ehemaligen Verwaltungsräumen das Kitzmann Bräukontor eingerichtet. Im Februar 2008 wurde in der Brauerei Kitzmann die Bräuschänke eröffnet.

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1 Liter Steinkrug um 1960