Forschungsbrauerei Jakob KG
Rechtsform KG
Gründung 1930
Sitz München-Perlach, Deutschland
Leitung Manfred Silbernagl
Branche Brauerei, Gastronomie

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Mit großem L rechts am Henkel geeicht, Steinkrug aus der Anfangszeit dieser Brauerei, um 1930

Die Forschungsbrauerei existiert seit 1930 im Münchner Stadtteil Perlach. Der Name wird für die Brauerei selbst, wie auch für die Gastwirtschaft, das Bräustüberl der Forschungsbrauerei verwendet.

Geschichte
Da der Gründer Gottfried Jakob nach mehr als 25 Jahren Arbeit auf dem Gebiet der brautechnischen Betriebskontrolle und ihren Verzweigungen unzufrieden war, entschloss er sich zur Errichtung einer Forschungsbrauerei. 1930 gründete er die Forschungsbrauerei mit der Absicht neue Biersorten und Brauereiverfahren zu erforschen.

Dies gelang ihm so gut, dass er mehr als 50 Patente für seine Arbeit erhielt.
Gottfried Jakob kam allerdings zu dem Schluss, dass das Endprodukt seiner Arbeit nicht allein von ihm selbst oder einem kleinen Kreis von Braukollegen bewertet werden kann. So schuf er 1936 mit viel Hingabe das Bräustüberl als „Prüfstelle“ in der jeder Gast in aller Stille proben kann.
Zitat Gottfried Jakob 27. Mai 1938: „Das fertige Produkt muss vom Konsumenten, d.h. vom Biertrinker beurteilt werden; sein Urteil ist ganz allein maßgebend. Wir brauen nur, um allen Mitmenschen im Bier ein Labsal zur körperlichen und seelischen Kräftigung zu schaffen.“

So zählten zu den vielen ersten Kunden vor allem Besitzer und Geschäftsführer anderer Brauereien, Braukollegen und Ingenieure, die kamen, um Gottfried Jakobs Erfindungen zu testen.

Im Jahr 1950 wird die „Forschung“ in der Brauerei eingestellt.
Nach dem Tod Gottfried Jakobs übernahm 1958 Heinrich Jakob den Betrieb und führte ihn weiter. 2003 verpachtete Heinrich Jakob den Betrieb an seinen Sohn Stefan Jakob. Im Oktober 2010 kündigte Stefan Jakob an, zum Jahresende den Pachtvertrag zu kündigen. Vom 12. bis 15. August 2011 fand unter einem neuen Besitzer die Neueröffnung der Forschungsbrauerei statt.
Bis heute sind in der Brauerei die entwickelten Gerätschaften vorhanden. Das Bier wird weiterhin in Handarbeit (Schroten, Füllen, Etikettieren) hergestellt.
Geschichte (Bräustüberl
Für die Einrichtung des Bräustüberls beauftragte Gottfried Jakob den Kunstmaler W. Erlacher der die Märchen „Das Schlaraffenland“ und „Tischlein deck dich, Esel streck dich, Knüppel aus dem Sack“ auf Holz als Fresken illustrierte. Nahezu alle Bilder sind erhalten geblieben. Auch das ursprüngliche Logo der Forschungsbrauerei ist erhalten. Es ziert mit seiner Eule als Wahrzeichen immer noch den Eingang.

Das Bräustüberl wurde 1936 eröffnet und in den Folgejahren mehrfach erweitert. Es bietet Raum für bis zu 250 Personen, im Sommer ist zusätzlich der anliegende Garten geöffnet, der für weitere Gäste Platz bietet. Der erste offizielle Kunde des Bräustüberls war Herr Dr. Knauer, der schon seit Braubeginn das Bier von der Forschungsbrauerei bezogen hat.

Die Räumlichkeiten werden aufgrund der Größe unter anderem für Geburtstags- oder Firmenfeiern, sowie Abschiedsfeiern zur Verfügung gestellt.

Das Bräustüberl ist seit 2011 ganzjährig geöffnet.

Am 1. Januar 2016 wurde das Bräustüberl an die Wirtsfamilie Achhammer verpachtet.

Biere (Stand: 2016)

Die Wahre Weiße Hefeweißbier
Pilsissimus Exportbier
Münchener Naturquell Dunkel
Münchener Vollbier Hell
Zu besonderen Anlässen, wie dem Starkbieranstich und dem alljährlichem Sommerfest, werden von der Brauerei auch folgende Saisonbiere produziert.

Forschungs Festbier
Die Wilde Weiße Weißbierbock
Gottfried Jakobs Blonder Bock