Als der Bierbrauer und Metzger Peter Streck im Jahr 1718 seinen handwerklichen Kleinbetrieb gründete, braute er lediglich für den eigenen Ausschank.
Das blieb auch unter seinen Nachkommen Johann Martin, Georg Christian und Christian Ernst so. Der Sohn des letztgenannten, Georg Christoph Streck, baute das Brauhaus an der Marktstraße neu und nannte sich als erster und mit Stolz Brauereibesitzer.

Er und vor allem sein Sohn Johann Karl Streck, von den Ostheimern der Alte Bräuhäuser genannt, machten das Unternehmen zum Gewerbebetrieb.
Der Alte Bräuhäuser, ein Managertyp, wie man heute sagen würde, führte die Brauerei ins 20. Jahrhundert.
Schon 1884 wurde die erste Dampfmaschine angeschafft. Bald belieferte die Brauerei neben den Gasthäusern der näheren Umgebung auch schon weiter entfernt wohnende Kunden. Die Belieferung erfolgte mit Pferdefuhrwerken.
Teilweise waren die Gespanne mehrere Tage unterwegs. Gekühlt wurde das Bier in dieser Zeit mit natürlichem Eis. Die folgenden drei Generationen spürten das Auf und Ab der deutschen Geschichte sehr. Hugo Streck hatte die schwere Zeit des ersten Weltkrieges und der Inflation zu überstehen.
Trotzdem wurde der Umzug vom „Alten Brauhaus“ in der Marktstrasse in das neue Streck´sche Brauhaus am Lindenkeller geplant und 1936 vollzogen. Nach dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 30er Jahren und dem frühen Tod von Hugo Streck mussten Anna Streck und ihre Tochter Else Kochinki, geb. Streck, den zweiten Weltkrieg und den Verlust von 80 % des Absatzes durch die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland verkraften. Braumeister Karl Jünger war in dieser Zeit die große Stütze des Familienunternehmens.

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Steinkrug 1 Liter kleines l, ohne Hersteller Kennzeichnung aus der Zeit um 1960

Mit der Übergabe der Streck-Bräu zum Jahreswechsel 1999/2000 an seinen Sohn Axel Kochinki (10.Generation) hat Dr. Rainer Kochinki das neue Jahrhundert für die Brauerei eingeläutet.
Bier Humpen 1l klein, Eichstrich 3cm unterhalb des Randes. Feinglasiertes Steinzeug. Keferloher Form, am Boden „Made in Germany“. Keine Brandflecken oder sonstige Beschädigungen, neuwertig, aus der Zeit um 1960.
Zustand Note 1,0