Die Geschichte der Brauerei beginnt im Jahr 1543, als Wilhelm IV. dem „Bräu in der Wiesengasse“ die Brauereigenehmigung erteilt. Als erster Besitzer wird Johann Huber von 16. Oktober 1604 bis 10. März 1611 urkundlich erwähnt. Vom 11. März 1611 an ist Erhard Westermayer Besitzer des Anwesens. Bis 1705 ist der urkundlich geführte Besitzer der Brauerei Simon Wältl. Die Witwe Wältls, die ab dem Jahr 1705 die Brauerei führt, geht im Jahr 1710 in Konkurs. Die Konkursmasse wird vom Namensgeber der Brauerei Georg Fletzinger aus Ramerberg gekauft. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde die Brauerei im Jahr 1864 von Johann Kriechbaumer, dem Großvater von Franz Steegmüller II erworben. Seit dem Tod von Franz Steegmüller II im Jahr 2012 wird die Brauerei von der Familie Steegmüller geführt.

Die Flötzinger Brauerei ist eine Privatbrauerei im oberbayerischen Rosenheim. Die inzwischen einzige Privatbrauerei der Stadt befindet sich im Besitz der Familie Steegmüller. Auf dem Rosenheimer Herbstfest betreibt die Brauerei auf der Loretowiese das große Flötzinger Festzelt mit Platz für ca. 8.500 Personen. Es gilt als das größte frei aufbaubare Festzelt Europas. Der Ausstoß pro Jahr beträgt 100.000 Hektoliter. Einige Produkte der Brauerei erhielten nationale und internationale Auszeichnungen.